Hilfreiche Tips
Probleme beim Nordic Walking: Muskelkater, Blasen, Seitenstechen und Muskelkrampf
So viele Vorteile Nordic Walking auch hat – es ist besonders schonend für Kreislauf, Muskeln, Bänder und Gelenke – gibt es einige Probleme, die besonders bei Anfängern häufig auftreten können. Im Folgenden erfahren Sie, wie sie mit diesen Ärgernissen umgehen können.
Muskelkater
Gerade als Einsteiger passiert es häufig, dass man am Tag nach dem Training Muskelkater hat – in den Oberschenkeln, den Waden, Armen, Schultern oder Rücken. Muskelkater tritt immer dann auf, wenn die Bewegung ungewohnt ist, zu intensiv war und die Muskel sich noch nicht optimal auf die neue Belastung eingestellt haben. Die Folge sind kleinste Risse in den Muskeln. Diese Miniverletzungen bilden kleine Ödeme, die dann schmerzauslösende Substanzen in das Muskelgewebe eintreten lassen.
Dadurch verspannt sich der Muskel und es kommt zum Muskelkater, der jedoch nach zwei bis drei Tagen wieder verschwunden ist. Um diesem vorzubeugen oder die Heilung der kleinen Risse zu unterstützen, kann ein heißes Bad, Wechselduschen, ein Saunabesuch oder eine Massage an der schmerzenden Stelle Wunder bewirken. Alles, was die Durchblutung der strapazierten Muskeln fördert, fördert auch den Heilungsprozess.
Blasen an Füßen oder Händen
Sollten Sie Blasen an den Füßen bekommen, passen Ihre Schuhe wohlmöglich nicht richtig. Bei neuen Schuhen kann es natürlich sein, dass diese erst eingelaufen werden müssen – sollte das Problem jedoch immer wieder auftauchen, müssen Sie sich neue Schuhe zulegen, damit das Training nicht mehr Frust als Lust wird.
Auch an den Händen können Blasen entstehen, da der Stockeinsatz zunächst noch ungewohnt ist. Dafür gibt es im Handel bereits spezielle Sommer- und auch Winterhandschuhe, die beim Stockeinsatz besonders strapazierte Stellen schützen und Bladen so verhindern.
Seitenstechen
Sollten beim Training plötzlich Seitenstiche auftreten, ist dies sehr wahrscheinlich ein Zeichen dafür, dass Sie falsch geatmet haben. Diesen Luftmangel versucht der Körper durch einen Anstieg des Blutdrucks auszugleichen. Dadurch ziehen sich Leber und Milz schmerzhaft zusammen – so entsteht das Seitenstechen. Das Stechen lässt nach, wenn Sie mehrfach hintereinander betont aktiv ausatmen. Die verbrauchte Luft kann so den Körper verlassen und behindert die neu einströmende frische Luft nicht mehr. So wird der Luftmangel schnell ausgeglichen, das Seitenstechen verschwindet wieder.
Muskelkrampf
Muskelkrämpfe treten verstärkt dann auf, wenn man sich überfordert hat oder zu wenig getrunken hat. Um diese Schmerzen zu vermeiden ist es schon wichtig ausreichend große Mengen zu trinken. Wichtig ist, dass man auch schon vor dem Training ein Glas Mineralwasser oder Saftschorle zu sich nimmt.
Wer häufiger unter Muskelkrämpfen leidet, sollte Magnesiumtabletten zu sich nehmen, um die Krämpfe zu verhindern. Magnesium sorgt für eine Lockerung der Muskeln und verhindert eventuell aufkommende Krämpfe.
Sollte es einmal während des Trainings zu einem Muskelkrampf kommen, sollte man stehen bleiben und versuchen, den betroffenen Muskel zu dehnen und zu lockern. Anschließend massieren Sie die betroffene Stelle. Danach kann man zwar weiter walken, jedoch langsam und locker. Erst wenn nichts mehr zu spüren ist, können Sie das Tempo wieder steigern.
Aber auch hier gilt: Vorsicht, bitte nicht Überfordern.
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